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Die Fachzeitschrift "Die Mappe" brachte in der Ausgabe 05/2000 den Artikel "Gewusst wie", der sich mit diesem Thema beschäftigt:
"Was für Naturfreunde Vorboten pflanzlichen Lebens sind, sind für Hausbesitzer Störenfriede, die Fassaden in fleckige, grüne Flächen verwandeln. Algen kommen zwar überall auf derErde vor, aber nur wenig Arten fühlen sich auf Fassaden wohl. Wer sie vermeiden will, muß ihre Lebensbedingungen verstehen.
Algen erzeugen die zum Wachstum nötigen Nährstoffe selbst. Durch Photosynthese wird aus dem Kohlendioxid der Luft oder des Wassers der Zellkohlenstoff gebildet. Licht und Luft stehen überall zur Verfügung, ausreichend Feuchtigkeit dagegen nicht. So kommt es, daß Algen vor allem auf West- und Nordseiten wachsen, da hier neben ausreichender Beleuchtung auch genügend Feuchtigkeit vorhanden ist und zudem dieTemperatur nicht die Maximalwerte der Südseite erreicht. Außer diesen Faktoren beeinflussen Bäume und Sträucher in unmittelbarer Nähe das Algenwachstum. Sie sorgen durch ihren Schatten für ein längeres Verweilen der Feuchtigkeit auf der Fassade, andererseits übertragen sie Algen, die sich immer auf den Pflanzen befinden. Allerdings gilt: Wer nur von Wasser, Licht und Luft lebt, braucht den Putz nicht anzugreifen, auf dem er lebt. Algen verursachen auf mineralischen Untergründen keine direkten Schäden, allenfalls Sekundärschäden. Nämlich dann, wenn sich auf den Algen Pilze ansiedeln, die wiederum von den Algen erzeugt werden. Diese Pilze greifen die Fassade an."
Im weiteren dieses Artikels folgen Empfehlungen der Fachgemeinschaft Kunstharzputze e.V., die ich mir schenken werde. Ich stehe Empfehlungen von Herstellern, auf deren Material diese Schäden überwiegend zu finden sind, erst einmal sehr distanziert kritisch gegenüber. Eine dauerhafte Lösung für veralgte Flächen scheint jedoch nicht greifbar. Auch die Autoren des Buches "Hinzunehmende Unregelmässigkeiten bei Gebäuden" schreiben: "Die Rahmenbedingungen, die zur Bildung von Algen auf der Fassade führen, können in der Regel nicht verändert werden. Chemische Zusätze in der Endbeschichtung, die das Algenwachstum bekämpfen sollen, haben nur eine vorübergehende Wirkung, da sie wasserlöslich sein müssen, um vom Algenorganismus aufgenommen werden zu können und daher aber auch relativ kurzfristig durch den Regen ausgespült werden. Prinzipiell ist davon auszugehen, daß Algenbildung insbesondere bei Kunstharzbeschichtungen auf wärmedämmendem Untergrund nicht zu vermeiden sind." |
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