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Die Multicolorbeschichtungen |
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Die Firma Sikkens brachte vor vielen Jahren die Multicolorbeschichtungen unter dem Namen Diwatone auf den Markt. Es handelte sich damals noch um eine lösemittelhaltige Beschichtung. Im Laufe der Jahre folgten weitere Hersteller und in den letzten Jahren wurde das Produkt von der lösemittelhaltigen auf eine wasserverdünnbare Rezeptur umgestellt. Doch trotz zahlreicher Vorteile blieb die Multicolorbeschichtung stets ein Nischenprodukt und wurde von den meisten Malern einfach nicht angenommen. Die Ursache dürfte darin zu suchen sein, daß Maler sich scheuen, Farbe zu spritzen, obwohl es bei Verputzarbeiten heute völlig üblich ist. |
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Die Multicolorbeschichtung kann aber weder mit der gängigen Hochdruckpistole, noch mit dem ebenfalls verbreiteten Airlessgerät gespritzt werden und die Anschaffung einer Druckkesselanlage ist dann wohl für viele uninteressant, weil die Nachfrage seitens der Kunden auch nicht vorhanden war. So wurde das Material unter anderem von Brillux und auch von Relius wieder aus dem Programm genommen - es blieb nur Sikkens als Hersteller übrig. Unter den Markennamen Diwatone WV und Alphatura, die sich lediglich in der Ausprägung der Textur unterscheiden und im Laufe des Jahres wohl alle auf den Namen Alphatura umbenannt werden, werden zahlreiche Farbtöne oder besser Farbtonmischungen angeboten. |
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Die Vorteile |
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Unter den alten Normbegriffen wie "waschbeständig" und "scheuerbeständig" sowie den neuen Normbegriffen der Naßabriebklassen kann sich kaum jemand etwas handfestes vorstellen. Unter Dreckrändern rund um Lichtschalter oder Kaffeeflecken an der weißen Wand neben der Spülmaschine schon. Normale Innenwandfarbe ist schlicht schmutzempfindlich. Dieses Problem wird mit der Multicolorbeschichtung minimiert. Auf der alljährlichen Gewerbeausstellung des Kahler Frühlingsmarkts demonstriere ich regelmässig, daß sich selbst Kaffeeflecken mit einem feuchten Tuch schlicht abwaschen lassen.
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Ein weiterer Pluspunkt ist die problemlose Überarbeitbarkeit. Die Multicolorbeschichtung ist schlicht eine Farbe und kein Putz. Direkt auf den Untergrund aufgetragen muß sie nicht entfernt werden, sondern kann wie eine normale Wandfarbe auf Putz überstrichen, übertapeziert oder überputzt werden. Ist die Beschichtung auf einem Träger wie Rauhfaser oder Strukturtapete, so kann sie wie jede normal überstrichene Tapete zusammen mit der Tapete abgelöst werden.
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Unschlagbar ist darüberhinaus die ansatzfreie Optik - im Gegensatz zu Tapeten gibt es weder Stöße noch das Vergilben von Papier. Und die rationelle Verarbeitung bringt schlußendlich für diese Optik einen Preis, der nur wenig über dem eines zweimaligen, abgetönten Innenanstrichs liegt. |
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Welche Untergründe? |
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Beschichtet werden können prinzipell alle Untergründe, die auch gestrichen werden können: Gleichmässige Innenputze, Rauhfasertapeten, überstreichbare Präge- oder Vinyltapeten, Glasgewebe, Vliese etc. Ideal sind neue Gipsputze oder weiß gestrichene Rauhfaserflächen, die renoviert werden müssen - in beiden Fällen muß noch nicht einmal grundiert werden. Alle anderen Flächen erhalten einen weißen Grundanstrich, bei kräftigen Multicolortönen muß im passenden Farbton grundiert werden. |
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Welche Räume? |
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Die Multicolorbeschichtung ist für alle Räume geeignet - es gibt kaum etwas, was wir noch nicht beschichtet haben. Ungezählte Treppenhäuser und Wohnzimmer, Arztpraxen, Flure... Generell alle Räume, bei denen man sich nicht nur eine hochwertige Optik sondern auch eine Strapazierfähigkeit wünscht. Grenzen stellen mechanische Beanspruchung dar - nachdem es sich nur um eine Farbe handelt, wird keine Stoßfestigkeit wie mit einem Kunststoffputz erreicht. Wer aber nicht vorhat, mit dem Haustürschlüssel in der Wand zu bohren, wird mit einer Multicolorbeschichtung über viele Jahre gut beraten sein. |
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