Leben und Zusammenleben
im ehemaligen "Freien Gericht vor dem Berge Welmisheim"

1600 begann mit extremer Kälte. Die Flüsse waren so fest gefroren, daß die Fuhrwerke gefahrlos darüber fahren konnten. Im Mai war der Boden noch hart gefroren. Der Futtermangel ließ die Tiere abmagern und viel Großvieh mußte notgeschlachtet werden. Freilebende Tiere verhungerten
1600 Anfang April, lässt Amtmann Valentin von Schönborn durch die Landknechte von Alzenau und Michelbach den Müller Martin Lohm festnehmen und in Hörstein inhaftieren.
In einem Schreiben, das am 15. April in Aschaffenburg im Vicedomamt einging, erklärt er die sich verdichtenden Hinweise, dass er den Tod seiner ersten Frau vor etwa zehn Jahren mit Absicht herbeigeführt hat. Er bekam von dem Amt in Aschaffenburg den Auftrag, den Müller und alle Zeugen zu befragen. Falls die Zeugenaussagen den Mordverdacht erhärten sollten und der Müller trotzdem leugnet, soll ihm mit der Folter gedroht werden.
Die Vernehmung der Zeugen ergibt das Bild eines gewalttätigen Menschen, der offensichtlich seine damalige Frau absichtlich unter das Kampfrad gestoßen hatte.
Ein Geständnis legte er erst unter dem Schmerz des Krebses (Beinschrauben) ab.
Nachfolgend widerrief er das Geständnis, doch schenkten die Mainzer Räte seinen Unschuldsbeteuerungen keinen Glauben mehr, da er sich zuvor in zu viele Widersprüche verwickelt hatte und auch die Zeugenaussagen erdrückend waren.
Im Juli wurde der Müller Martin Lohm wegen Mordes auf dem Gerichtsplatz zwischen Hörstein und Kahl hingerichtet.
1601 begann erneut mit starkem Frost. Große Schneemassen führten Ende Januar, bei einsetzendem Tauwetter zu Überschwemmungen.
Zu dieser Zeit versank das kleine badische Dorf Ennikon plötzlich im Boden und zurück blieb eine Doline. Die Ursache für dieses tragische Ereignis ist die Bodenbeschaffenheit der Karstbildung. Dadurch kommt es bei dem Dorf Eichen, in der Nähe von Schopfheim, am Dinkelberg, in unregelmäßigen Abständen noch immer zu dem Phänomen, daß die Bauern manchmal mitten in der Heuernte, fluchtartig ihre in einer Doline liegenden Wiesen verlassen müssen, da sich innerhalb von 2 bis 3 Stunden der bis zu 5 Meter tiefe Eichsee bildet und eine Fläche von 30.000 qm bedeckt. Der See bietet dann für einige Zeit vielen Besuchern Gelegenheit zum Baden oder Bootfahren, bis er wieder genau so schnell verschwindet.
(Quelle: Franz Turni „Der See kommt“ 1953 in „Ein Gruß aus dem Webland“ dem Badischen Wiesental)   
Am 8. Februar versetzte ein starkes Erdbeben die Bevölkerung in Schrecken.
1601 ist in einem Stiftsprotokoll vermerkt „der Somborner Pfarrer sollte wegen einer Schlägerei ins Gefängnis gehen, er zog es aber vor, auf die Pfarrei zu verzichten“.
1601 am 1. März starb der Amtmann Valentin von Schönborn.
Er hatte verwaltungsmäßig das vollendet, was Eberhard von Kronberg und Wolfgang von der Heese angefangen und vorbereitet hatten.
Valentin von Schönborn hatte erreicht, dass aus den letzten rebellischen Freigerichtern in Hörstein ganz normale Untertanen wurden, die beeinflussbar um ihren Vorteil bedacht und gehorsam das taten, was ihnen aufgetragen wurde.
Und in diesem Umfeld werden nun alle Unbilden nicht mehr als schicksalhaft, sondern als Hexerei und Strafe Gottes dargestellt. Die einst relativ geschlossene Gruppe der Freigerichter war auseinander gebrochen und für den schlimmsten Akt der Selbstzerstörung, die Hexenverfolgung, vorbereitet.
1601
am 6. Mai übernimmt Andreas Heyner die Pfarrei Somborn.
1601 (- 1604) wird Johann Adam von Bicken Erzbischof.
Johann Adam von Bicken schafft es den Hofstaat in Mainz von Protestanten frei zu machen und erlässt ein Edikt gegen Andersgläubige.
Zu dieser Zeit hatte die in Wasserlos lebende Linie derer von Bicken schon einen ansehnlichen Besitz, den sie jedoch  im nachfolgenden Jahrhundert noch durch weitere Zukäufe ergänzten.
Bevor wir die Geschichte weiter verfolgen, ist anzumerken, dass Klimaverschlechterungen in dieser Zeit zur Verbreitung des Fensterglases auch bei der normalen Bevölkerung führten.
1601 gab es zu Beginn der Hexenverfolgung im Freigericht die Besonderheit, dass die Stelle des Amtmannes über 1 1/2 Jahre nicht besetzt war.
Am 1. März war Valentin von Schönborn  verstorben und die Neubesetzung, mit Jörg Friedrich von Thüngen verzögerte durch Streitereien zwischen Mainz und Hanau, bis Ende Oktober 1602
.
1601 war Hörstein nach der Ummauerung unter Valentin von Schönborn mit etwa 900 bis 1000 Einwohnern das größte Dorf im Freigericht.
Weltliche und geistliche Herrschaften hatten in Hörstein Besitz. Neben wohlhabenden Bauern gab es bitterarme. Neid und Missgunst waren vorhanden. Eine Besonderheit war noch der Abtshof, der sich nun außerhalb der Ummauerung befand. Die Hexenverfolgung basierte auf übler Nachrede und heimlichen Bezichtigungen.
Paul Eyles, der vom Amtmann Schönborn ernannte Centgraf, und der Landbereiter Zimprecht Amman (ehemals "reisiger Knecht" in Hanauer Diensten) waren die mächtigsten Männer. Zwischen den beiden bestand ein spannungsgeladenes Verhältnis, da sich Paul Eyles um die Stelle des Landbereiters beworben hatte, aber zu Gunsten Ammans von Hanau abgelehnt wurde. Nun war wohl jeder bemüht, seine Macht in der Rechtspflege unter Beweis zu stellen. Gelegenheit bot die Hexenverfolgung.
1601 am 10. September wird bereits eine alte Frau hingerichtet, die angeklagt war, Nachbarn durch Zauberei Schaden zugefügt zu haben.
Jeder Prozess brachte für die Opfer Qualen und ihren Angehörigen Not, jedoch allen übrigen Beteiligten finanziellen Gewinn. Die nachfolgenden Prozesse waren eine Kettenreaktion gegen missliebige Personen. Die Angeklagten wurden so lange gefoltert, bis sie weitere Namen von Personen nannten, die Hexenversammlungen mit dem Teufel beigewohnt haben sollen.
Wie die Protokolle zeigen, genügte der Krebs als Folterwerkzeug, um so viel Schmerz zu bereiten, dass die Angeklagten  alle unsinnigen vorgetragenen Fragen bejahten. Eine so genannte Befragung dauerte etwa drei Stunden, wobei die Quälerei in der Form vollzogen wurde, dass zwei Hölzer an einem oder beiden Unterschenkel von beiden Seiten zusammengeschraubt wurden, bis der Schmerz unerträglich wurde. Wenn es sein musste, hatte man auch noch andere Möglichkeiten, die gewünschten Unterstellungen bestätigt zu bekommen.
Nachfolgend wurden die Protokolle in Aschaffenburg im Vicedomamt und in Hanau in der Kanzlei vorgelegt und um das Urteil ersucht. Die Angeklagten wurden meistens hingerichtet und die nächsten Bezichtigten verhaftet.
Die beiden Eyles und Amman betrieben ihr grausames Handwerk mit großer Intensität. Die geistigen Vorgaben im Fragenkatalog kamen zwar aus den Reihen der Dominikaner, doch hatte man die Hexenverfolgung den weltlichen Gerichten übertragen und hier offensichtlich ein Betätigungsfeld für Sadisten und geldgierige Machtmenschen entwickelt.
1602 begann mit sehr mildem Wetter, aber naß.
Eyles und Amman ließen im Mai gleich 6 Personen verhaften.
Dass dieser Eifer bei übergeordneten Stellen nicht immer hingenommen wurde, zeigen zwei Freilassungen im gleichen Jahr. In beiden Fällen waren es Mädchen, deren Namen unter der Folter von Frauen genannt wurden (Katharina Trageser und Kunigunde Schlett).
Die Freilassung erfolgte, nachdem der Vicedom Hartmut von Kronberg eine Gegenüberstellung mit den gefolterten Angeklagten anordnete und dieselben ohne die Folterqualen ihre Aussagen natürlich widerriefen.
Ungeachtet dieser Entlassungen wurden im Frühjahr 1602 auf dem Gerichtsplatz zwischen Hörstein und Kahl 20 Personen zum Scheiterhaufen geführt.
In Hörstein lagen die Prozesse in den Händen von vier Personen: dem Landbereiter Zimprecht Amman, der auch nach dem Urteil zeremoniell den Stab brach, dem Centgrafen Paul Eyles und den Schöffen Contz Seypel und Paul Ruger.
Die Folterung und Hinrichtungen vollzogen die Scharfrichter Nikolaus Lucas von Altenhaßlau (hanauisch) und Meister Jonas von Aschaffenburg (mainzisch).

Hier ist zu bemerken, daß die sog. Nachrichter (Scharfrichter) von den Hinrichtungen allein nicht leben konnten. Deshalb waren sie normalerweise bemüht mit anderen Beschäftigungen ihr Einkommen zu sichern. Sehr verbreitet waren sie als Wasenmeister (Abdecker).
In Augsburg war der Scharfrichter auch Kloakenfeger und in Köln war er Gefängniswärter und hatte die Aufsicht über die Prostituierten.
Dass sich in dieser Zeit grausamster Prozesse manchmal groteske Situationen in der Strafverfolgung ergaben, zeigt sich in Verbindung mit dem scheinbar widerrechtlichen Fällen von acht Eichen bei Alzenau.
Gemäß der bestehenden und 1578 wieder erneuerten Waldordnung hatte jeder Märker im Freigericht, wenn er ein Haus bauen wollte, Anspruch auf Zuteilung von 4 Stämmen.
Nun hatte es sich wohl ergeben, dass der Anlass in Alzenau gegeben war und folgerichtig kam es durch den Alzenauer Centgrafen Hans Huth und den Landbereiter Zimprecht Amman zur Anweisung, acht Bäume zu fällen.
Da diese Bäume jedoch im Rupprich standen, also in einem Bereich, den Mainz als zum Schloss gehörendes Sondereigentum ausgewiesen hatte (beispielhaft sei auf den Schlossbruch hingewiesen), wurde diese Baumfällung als Holzrug dem Amtskeller hinterbracht, der dies pflichtgemäß dem Vicedomamt in Aschaffenburg meldete. Die Meldung war ergänzt mit dem Hinweis: Anstifter seien der Centgraf und der Landbereiter gewesen.
Die auftragsgemäße Erkundung vom Hörsteiner Centgrafen Paul Eyles um die Besitzverhältnisse im Rupprich fand Hartmut von Kronberg, der Vicedom in Aschaffenburg, unbefriedigend.
Paul Eyles hatte nur die Alzenauer Bevölkerung und den Landbereiter befragt, die das angemaßte Recht von Mainz nicht anerkannten.
Zimprecht Amman der Landbereiter, hatte sich auch bei dem Hanauer Schultheißen von Altenhaßlau erkundigt, der offenbar auch die Meinung bestärkte, dass der Rupprich kein Mainzer Schlossgut sei. Der Vicedom akzeptierte diese Beurteilung von Eyles nicht.
Er gab die Anzeige gegen Hans Huth und Zimprecht Amman nach Mainz und von dort kam am
6. Mai die Anweisung, den Alzenauer Centgrafen und den Landbereiter sofort "ihres Verbrechens halber in gefängliche Haft zu nehmen"!
Doch der Vicedom von Aschaffenburg meldete zuerst mal nach Mainz, dass das Hörsteiner Gefängnis mit Hexen und der Zauberei Angeklagten gefüllt sei. Außerdem befürchte er bei der Inhaftierung des Landbereiters den Widerstand der Hanauer Regierung.
EB Johann Adam von Bicken sah über diese Bedenken hinweg und bekräftigte am 1. Juni seine Forderung nach Inhaftierung der "Verbrecher".
Als man im Mai mit der Hinrichtung mehrerer "Hexen" im Gefängnis etwas Platz geschaffen hatte, konnte der Hörsteiner Centgraf Paul Eyles (vermutlich mit etwas Zähneklappern) am 1. Juli melden, "der Centgraf Hans Huth ist in Hörstein gefänglich in Haft genommen worden, der Landbereiter noch nicht. Er müsse in Hörstein in Malefizsachen und Exekutionen für beide Herrschaften den Stab brechen."
Mit anderen Worten: man konnte den Landbereiter nicht verhaften, da er über andere Verhaftete die Urteile bekräftigen musste!!!
Der Vicedom gab die Meldung nach Mainz weiter und stellte die Inhaftierung des Landbereiters nach dem nächsten Gerichtstag in Aussicht.
Der Schwerpunkt der Anklagen sog. Hexen im Freigericht war zu Anfang offensichtlich durch Missernten, Krankheiten und Kindersterblichkeit geprägt. Der vorgegebene Fragenkomplex war so ausgelegt, dass Mitbeteiligte bei sog. Schadenszauber vorausgesetzt wurden. Natürlich wurden da willkürlich Namen von Personen genannt, die genau so wenig wie die Beschuldigten zaubern konnten oder sich je mit einem Teufel vergnügt hatten.
Hans Heilos, dessen Frau auch verbrannt wurde, und Hans Franz waren die reichsten Bauern von Albstadt. Heilos wurde zum Verhängnis, dass er eine vermutlich ungünstige Voraussage bezüglich des Weinertrages machte. Aufgrund der Richtigkeit seiner Prognose wurde er denunziert, angeklagt und hingerichtet. Wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Denunziant dadurch Vorteile erlangte. Zumindest hatte man einen "Besserwisser" ausgeschaltet. Die zu Gericht Sitzenden waren dabei in der Mehrzahl von der Richtigkeit ihres Tuns überzeugt (solange es andere betraf).
Zumal dies alles mit dem Segen und den Vorgaben der Kirche geschah.

Und beide Herrschaften, die katholischen Mainzer und die calvinistischen Hanauer, waren bereit die sog. Hexengelder einzunehmen.
Am stärksten betroffen war Alzenau. Hier wurden etwa 9% der Einwohner hingerichtet.
Bei damals etwa 350 - 400 Personen wurden 34 angeklagt und hingerichtet.
Ebenfalls stark betroffen war noch Kälberau mit 10 Personen bei geschätzt 135 Einwohnern.
Hier mag teilweise mitgewirkt haben, dass in beiden Gemeinden unter der Zeit des Amtmanns von der Heese verstärkt Neigungen zum Protestantismus erkennbar wurden.
1602 veröffentlicht Pfarrer Anton Prätorius eine Schrift gegen die Hexenverfolgung.
Die Schrift widmet er dem Grafenhaus Isenburg-Birstein. Gedruckt wird sie in Lich.
1602 am 14. (oder 16.) August machen der mainzische Landschreiber Schöneck, der Keller Moetzler von Aschaffenburg und der Centgraf vor dem Spessart Wolfermann eine Tagfahrt nach Hörstein anlässlich der Hinrichtung von sechs wegen Hexerei verurteilter Frauen.
Als die Todesqualen der Opfer vorbei waren, eröffnen die beiden Herren dem Landbereiter Zimprecht Amman, "dass er sich wegen des Unfugs und Ungehorsams vermöge kurfürstlichen Befehls zur Verhaftung gehorsamst einzustellen habe."
Er wird sogleich in der Hörsteiner "Herberge" unter Hausarrest gestellt.
Trotz eines Protestschreibens von Hanau bestand der Erzbischof am 20. August auf Inhaftierung im Turm für ein bis drei Tage und einer nachfolgenden Freilassung erst nach Zahlung von 50 Gulden.
1602 am 27. August melden die die Aschaffenburger Beamten die Inhaftierung des Landbereiters nach Mainz. Doch zur gleichen Zeit meldet der Centgraf Paul Eyles, dass er von Hanauischen Beamten gezwungen wurde, den Turmschlüssel herauszugeben. Und nachfolgend sei der Landbereiter befreit worden. Den Alzenauer Centgrafen hatte Paul Eyles schon bald nach seiner Inhaftierung wieder laufen lassen, wofür er von Mainz gerügt worden war.
Nun sollte  sich Paul Eyles wegen der Inhaftierung des Landbereiters in der Hanauer Kanzlei verantworten. In seiner Angst schickte er ein Hilfeersuchen an den Erzbischof in Mainz.
 Nachfolgend wurde der Streit um die acht Bäume vom Rupprich auf höchster Ebene ausgetragen und sollte sich noch 130 Jahre hinschleppen.
Doch in Hörstein setzten nun der Landbereiter Amman und der Centgraf (und Amtsschreiber) Eyles wieder die Hexenverfolgung in Gang.
1602 am 29. Oktober wird Jörg Friedrich von Thüngen auf dem Alzenauer Kirchberg von der gemeinsamen Herrschaft als neuer Amtmann vorgestellt.
Von Hanau war Graf Philipp Ludwig II. in Begleitung mehrerer Adeliger erschienen.
Als Vertreter der Mainzer Regierung war Vicedom Hartmut von Kronberg anwesend.
Der Graf von Hanau ließ sich erst einmal huldigen und nachfolgend nahm er von der Bevölkerung das Gelöbnis zum Gehorsam gegenüber dem neuen Amtmann entgegen.
Der neue calvinistische Amtmann übereilte offenbar nichts, was seine Amtsgeschäfte betraf.
1603 am 27. Januar, drei Monate nach seinem Amtsantritt, bat er die Regierung, den Aktenschrank zu öffnen, der nach dem Tod Schönborns versiegelt worden war.
1603 im Februar stellte sich für zwei Wochen strenger Frost ein. Doch nachfolgend gab es einen schönen Frühling. Der Sommer war jedoch zu trocken und brachte nur dürftige Ernteerträge.
Eine der ersten Amtshandlungen des Jörg Friedrich von Thüngen war die Entlassung von Paul Eyles als Amtsschreiber. Nachfolger war ein Johann Bühel.
Der entlassene Paul Eyles war nun bestrebt, alles nach Aschaffenburg und Mainz zu melden, was dem Amtmann schaden konnte.
1603 wird das Kälberauer Gut vier Angehörigen derer von Buchenau, als hanauisches Lehen bestätigt. Offenbar hatten sie den Anteil, der durch Margarethe von Buchenau an die Familie von der Heese gekommen war, wieder erworben. 
Genannt werden als Lehensnehmer Bernhard Wilhelm von und zu Buchenau, die Brüder Georg Christof und Georg Melchior und noch Eitel Jörg von Buchenau.
Die Beteiligung von Eitel Georg von Buchenau ist bemerkenswert, da er zum "jüngeren Ast vom älteren Stamm" gehört, der schon seit mehr als drei Jahrhunderte vom jüngeren Stamm getrennt war. 
1604 ist endlich mal wieder ein gutes Jahr für die Landwirtschaft.
1604 am 1. März erhält ein Ludwig Massen die „Mühl mitten im Dorff Altzenau“ (Hasenmühle) vom Kurfürst (Erzbischof) von Mainz zu Lehen. Die Mühle hatte zwei Mahlgänge und einen Ölgang. Wie lange sie in seinem Besitz blieb ist unbekannt.
1604 (-1626) wird Johann Schweikard von Kronberg zum Erzbischof gewählt.
Schon bald nach seiner Amtsübernahme werden ihm Beschwerden über den Amtmann von Thüngen hinterbracht, da von Thüngen gemäß seinem Glauben ein Kind auf der Burg Alzenau von einem calvinistischen Geistlichen hatte taufen lassen. Der Erzbischof wies ihn darauf hin, dass Mainz nicht nur die geistliche Obrigkeit habe, sondern auch das Haus zu Alzenau, und dass deshalb nur das Erzbistum für Kindtaufen zuständig sei und kein andersgläubiger Geistlicher.
Der Amtmann entschuldigte sich mit dem Hinweis, dass er dies nicht gewusst habe.
1604 am 6. Juli meldet der Kommissar des Aschaffenburger Stiftes nach Mainz, dass sich der Amtmann von Thüngen wieder in Glaubenssachen eingemischt habe.
Neben anderem hatte er auch dem katholischen Schankwirt im Gemeindewirtshaus das Schankrecht genommen und ihn durch einen Calvinisten ersetzt!
Dies veranlasste den Erzbischof zu einer ernsten Rüge gegenüber dem Amtmann.
Doch derselbe antwortete "...was von altters her für ein wildes, rauh und gottloses Volck in diesem freyen Gericht gewesen..." und wenn es nicht gelinge, die Untertanen zu kontrollieren, seien neue Aufstände zu befürchten. Offenbar war der neue Wirt im Gemeindewirtshaus als Informant für den Amtmann tätig. Die Angst vor Unruhen nötigte die mainzische Kanzlei, die Maßnahmen des Amtmannes zu tolerieren.
Das damalige Einkommen eines einfachen Dorfbewohners, der für Dienste entlohnt wurde, lässt sich erkennen, wenn man die Kostenermittlung von Dr. Christian Grebner in seiner Arbeit über die Hexenprozesse im Freigericht einsieht.
Er führt in Kapitel X Abs. 2 an, dass ein Wächter pro Tag 3 Schillinge erhielt.
Ein Landknecht, der die Angeklagten vorführte, erhielt 4 Schillinge pro Tag (=1/5 Gulden),
ein Gerichtsbote erhielt 3 Schilling pro Tag und musste er am Bestimmungsort (Mainz oder Hanau) warten, so erhielt er für diese Zeit 1 1/2 Schilling pro Tag.
Lediglich die Schöffen der Gerichtschreiber und der Landbereiter erhielten pro Tag 1 Gulden.
Eine Wertveränderung des Guldens kam erst nach 1620 im 30-jährigen Krieg.
1604 wird ein neuer Besitzer der Mühle unterm Schloß Altzenaw urkundlich sichtbar. Ein H. Cotrell aus Hanau hat die Mühle in Erbleihe übernommen.
1605 begann mit einem sehr milden Winter. Der Sommer brachte aber mit einigen Unwettern so manchem Landwirt erheblichen Schaden.
1605 endet der grausame Spuk der Hexenverfolgung, nach der Anklage und Verurteilung von 139 Personen.
Das Auftreten der ersten Pesterkrankungen wurde nun als Strafe Gottes gesehen.
In relativ kurzer Zeit hatte die Seuche in Hörstein schon so viele Opfer gefordert, dass der Friedhof nicht mehr genügend Raum für die Verstorbenen bot.
1605 hatten die "Reichsritter" ihren Aufgabenbereich in der reformierten Reichsverwaltung gefunden und erhielten von Kaiser Rudolf II. die "große Privilegienerteilung".
Ihre Reichsunmittelbarkeit sicherten sie sich durch die Zahlung einer Ritterschaftssteuer, die von der Ritterkasse eingezogen und dem Kaiser direkt zugeführt wurde. Nur die in der ritterschaftlichen Matrikel (als zahlende) aufgeführten Adelsgeschlechter behielten ihre Reichsunmittelbarkeit.
1606 beginnt mit viel Schnee. Der Sommer ist kühl mit viel Regen.
1606 bittet Pfarrer Etzel aus Hörstein, mit der "ganzen Gemeinde" das Stift in Aschaffenburg um die Erlaubnis, einen Pestfriedhof außerhalb der Ringmauer anlegen zu dürfen.
Ein bemerkenswerter Schriftwechsel ist aus diesem ersten "Pestjahr" noch erhalten.
Aus Angst vor der Ansteckung bei der Weinlese in Hörstein baten auswärtige Weinbergbesitzer den Erzbischof um die Erlaubnis, ihre Reben bei Hörstein schon eher ernten zu dürfen.
Dieser Bitte wurde vom Erzbischof entsprochen. Er gab Anweisung, "um der grassirenden bösen luffts willen, unsere zu Seligenstatt und andere außgesessene unterthanen, bey denen die Infektion noch nicht eingerissen, zum wenigsten ein tag oder vier, die vorlaß bey negst vorstehendem herbst vor den hörstern und andern inficirten dorffschafften in den hörsteiner und andern benachbarten weinbergen haben".
Weiterhin verfügt der vorsichtige Erzbischof, dass der Wein auch nicht in der Mainzer Gasse gekeltert wird, sondern die Reben nach Wasserlos gebracht und dort in einem mainzischen Lehenshof ausgepresst werden sollen.
1606 beklagen die Alzenauer, dass ihre Kirche baufällig sei. Obwohl die Abtei Seligenstadt die Baulast zu tragen hätte, ist Abt Martin nur zu einer "mitleidigen Spende" bereit.
Die Renovierung wurde in Frondienst von den Angehörigen der Pfarrei durchgeführt.
1606 (- 1635) kommt Peter Hubner als Pfarrer nach Alzenau.
Er ist offenbar der erste Seelsorger mit qualifizierter Ausbildung.
Außer den vorgenannten Arbeiten an der Kirche kommt es während seiner Amtszeit  in Alzenau zur Einrichtung einer Schule.
1607 beginnt sehr mild. Doch viel Regen auch im Sommer und Herbst bringen Mißernten, Hungersnot und Seuchen. Im Kahlgrund kommt es wieder zu Pesterkrankungen.
Im Dezember begann der Winter mit strengem Frost. Der Wein gefror in den Kellern und die Milch gefror sogar in den Töpfen. Der Main war bis Ende Februar dick zugefroren.
Viele Tiere verendeten. In der Bulau werden Menschen von Wölfen angefallen. Mit kurzen Unterbrechungen hielt sich der Winter noch bis in den Frühling.
1608 am 25. Mai liefen bei Danzig die Kinder noch mit Schlittschuhen auf den zugefrorenen Gräben.
160
8  kommt es zur Gründung der "Union" der Protestanten unter Friedrich IV. von der Pfalz.
1608, am 13. August bestätigt der Kaiser die Teilung Hessens. Ludwig V. ( 1596-1626) wird der erste Landgraf von Hessen-Darmstadt. In Hessen-Kassel regierte Moritz ( -1632.)
Die Teilung basierte auf dem Testament von Philipp dem Großmütigen.
1609 begann fast ohne Frost. Man stellte scherzhaft fest, daß der Winter ganz ausfiel. Der Sommer und Herbst waren wieder "normal". Nur einige Unwetter, die jedoch keine großen Schäden anrichteten.
1609  wird die Katholische "Liga" unter der Führung von Maximilian von Baiern gegründet.
1609 wird wieder eine Schatzung zur Türkensteuer im Freigericht vorgenommen.
In diesem Zusammenhang lässt der Amtmann die Opferstöcke in den Kirchen von Somborn, Hörstein und Alzenau öffnen, um das Geld dann je zur Hälfte an Mainz und Hanau weiterzuleiten. Dies führt zum Protest der Pfarrer.
Da der Alzenauer Pfarrer angibt, dass die Spenden zum Teil auch für kirchliche Zwecke verwendet wurden, kommt es zu einer Untersuchung.
Die Vorgehensweise von Pfarrer Hubner widersprach der Zweckbindung der Opfergaben und gab der Argumentation des Amtmannes Recht, dass die Türkensteuer nicht nur eine kirchliche Angelegenheit sei.
Von Mainzischer Seite wurde angeregt, neue Almosenbüchsen zu Gunsten der Kirche aufzustellen. Doch scheuten die Pfarrer die hohen Kosten, die wohl nicht im Verhältnis zu den Einnahmen gestanden hätten.
Im Alzenauer Opferstock waren 1609 ganze 13 Gulden und 26 Albus!
1610 verlief wieder einmal sehr heiß, mit viel Gewitter.
1610 wird Hans Dietrich von Reiffenberg Vicedom. Vermutlich war er ein Nachkomme jener Margareta von Hutten, die sich 1531 mit Philipp von Reifenberg vermählt hatte.
Ihm gehörte die Huttensche Burg in Albstadt.
1610 kommt Jakob Theodorici als Pfarrer nach Somborn. Er war wie viele jener Zeit alles andere als ein würdiger Vertreter der Kirche.
1611 ist am 1. Mai nur Nachtfrost vermerkt, der den Rebstöcken schadete.
1611 stirbt der Landbereiter Amman, sein Nachfolger wird Paul Eiles.
Der Freigerichter Amtmann von Thüngen ist derart in familiäre Konflikte verstrickt, dass er über lange Zeit abwesend ist und sein Amt in Alzenau vernachlässigt.
1611 erblindet Pfarrer Hubner in Alzenau.
In der Hoffnung, seine Sehkraft wieder zu erlangen, unternimmt er mit Unterstützung des Alzenauer "Schulmeisters" eine Wallfahrt nach Loreto bei Rom. Nach seiner Rückkehr erhält er Unterstützung durch den Hilfspriester Valentin Wentz (bis zu seinem Tod 1635).
1612 setzt am 2. Februar so starker Frost ein, daß innerhalb zwei Tagen alle Flüsse zufrieren.
Der strenge Frost dauert bis zum 29. Februar.
1612 Kaiser Rudolf II. verstorben. Nachfolger wird Matthias (-1619)
Matthias verlegt seine Residenz von Prag nach Wien.
1612 lässt die hanauische Herrschaft in Hüttelngesäß ein Amtshaus bauen.
Die mit der Jahreszahl versehene Wappentafel von Hanau-Münzenberg ist noch an der "Zehntscheune" sichtbar. Das Amtshaus war mit fast 25 Meter Breite und 15 Meter Tiefe ein repräsentativer Bau. Die Zehntscheune wurde später aus noch bestehenden Bauteilen aufgerichtet und läßt noch Besonderheiten des alten Amtshauses erkennen.
Ob Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg die Fertigstellung noch erlebte ist nicht überliefert.
1612 am 9. August verstarb er mit 36 Jahren. Er hinterläßt sieben unmündige Kinder. Der 1601 geborene Sohn Philipp Ulrich war im Alter von 3 Jahren verstorben. Amalia Elisabeth war 10 Jahre alt und Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg, der ihm in der Regentschaft folgen sollte  war 7 Jahre. Wilhelm Reinhard war 5, Heinrich Ludwig 3, Friedrich Ludwig 2 und von Jakob Johann von Hanau-Münzenberg war die Witwe erst am 28. Juli entbunden worden!
Und nun mußte Gräfin Katharina Belgika von Oranien-Nassau, noch als Wöchnerin die Regentschaft übernehmen. (Suchier: Genealogie des Hanauer Grafenhauses, 1894)
In der Regierungszeit von Philipp Ludwig II. war festgelegt worden, daß bei Minderjährigkeit des Regierungsnachfolgers, die Gräfinwitwe die alleinige Vormundschaft hat.
Enorme Probleme bekam Gräfin Katharina Belgika durch den Grafen Albrecht von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels, der nach dem frühen Tod seines Neffen Anspruch auf die Nachfolge in der Regentschaft in der Grafschaft Hanau erhob.
Mit der Behauptung, daß Graf Albrecht  unter Graf Philipp Ludwig II. viel Unrecht geschehen sei und, daß auch dessen Witwe genauso rechtswidrig verfahre, erbat sein Rechtsvertreter Carl Cäsar beim Kaiser Mathias einen Schutzbrief.
1613 beschehrt den Bewohnern unsrer Heimat einen sehr schönen Frühling.
1613 übernimmt die Gräfin Katharina Belgika offiziell die Regierung für den unmündigen Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg. Ihre Position war gegenüber dem Kaiser gespannt, da sie aufgrund ihrer Herkunft, zu den protestandischen Niederlanden tendierte.
1613, als nochmals ein der Hexerei Beschuldigter (Thomas Becker) in Hörstein, den Landbereiter und Centgrafen Paul Eyles als Teilnehmer einer Zusammenkunft mit dem Teufel nannte,  wurde diese Aussage als im Zustand der Trunkenheit bewertet.
Außerdem konnte der Angeklagte sogar aus dem Hexenturm fliehen.
Als aus Teilen der Bevölkerung die Vermutung angestellt wurde, der Centgraf habe die Flucht ermöglicht, kam es zur Verhängung von Geldstrafen gegen diejenigen, denen die Unterstellung nachgewiesen werden konnte.
Paul Eyles hatte durch die Hexenprozesse sein  Vermögen vermehrt. Für jedes Protokoll erhielt er 3 Gulden. Dies ergaben bei 139 hingerichteten Personen die Summe von 417 Gulden (Grebner). Im Wertvergleich entsprach dies 40 Morgen Ackerland = gut 8 Hektar
Nach diesem profitablen Treiben wollte er doch nicht auch noch verbrannt werden. Genausowenig die anderen Nutznießer.
Nachfolgende Anzeigen betreffend angeblicher Hexereien und Eingaben, doch etwas gegen das schädliche Treiben der Hexen zu unternehmen, wurden (vorsichtshalber) abgelehnt.

Wie sehr der Hexenwahn in die Gedankenwelt der einfachen Bevölkerung eingedrungen war, lässt sich aus einer Überlieferung aus dem Dorf Ernstkirchen ersehen. Dort wurde es Brauch, dass zu Walpurgis sechs Personen drei Nächte lang die Glocken läuteten, um die Hexen am Überfliegen des Dorfes zu hindern. Auch in Alzenau war es für eine Frau noch um 1950 üblich, abends einen Reisigbesen mit dem Stiel nach unten vor die Stalltüre zu stellen, um einer gegenüber wohnenden und der Hexerei verdächtigen Person, den nächtlichen Zugang zum Viehstall zu verwehren.
1613 wurde Pfarrer Etzel in Hörstein durch Konrad Faber ersetzt, da Etzel wegen Erblindung seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen konnte. Faber verstarb jedoch schon nach einem Jahr.
1614 der Jahreswechsel ist sehr schneereich. Vom 14. Januar bis zum 14. Februar herrscht nochmal strenger Frost. Für das weitere Jahr werden keine besonderen Witterungsereignisse vermerkt.
1614 kommt Johann Hamberger als Pfarrer nach Hörstein. (Ihm wird lobend nachgesagt, dass er das Brautexamensregister weiterführte!)
1614 verstarb der Vicedom Hans Dietrich von Reiffenberg.
Sein Nachfolger wird Wilhelm Ferdinand von Effern.
1614 verstarb in Hörstein Paul Eiles.
1614 kommt es zu einem Überfall auf die Reiffenberger Burg in Albstadt.
Der Überfall erfolgt unter Führung eines hanauischen Amtmannes und hat die Plünderung und Verwüstung der, vermutlich durch den Tod des Vicedoms unbewohnten, aber mit Vorräten gefüllten Burg zum Ziel.
Der Amtmann ließ 144 Achtel (ca.1,25 t) Korn wegführen und alles verwüsten.
Dies führte zur Klage bei Kaiser Mathias und einem Verfahren am Reichskammergericht.
1614 (- 1631) wird Paul Küchenmeister zum neuen Landbereiter bestimmt.
Er ist ein Sohn von Johann Küchenmeister, des Amtmannes von Altenhaßlau.
1614/15
tritt Johann Konrad Eiles in Hörstein als Pfarrer auf (vermutlich Hilfspfarrer).
Er kam mit den Alzenauer Behörden in Streit.
Den Amtsschreiber nannte er "kaaler schelm" und dem Amtmann von Thüngen, der ihm wohl in Erbschaftsangelegenheiten nicht zu Willen war, hielt er "vor (für) einen leichtfertigen, verlogenen, versoffenen, verhurten und ungezogenen lecker".
Dass der Amtmann Georg Friedrich von Thüngen ein sehr "einnehmendes Wesen" hatte, wenn es um Geld ging, zeigte sich auch im Zusammenhang mit der Weiterleitung von Hexengeldern.
In seinem familiären Lebenswandel soll er aber als gläubiger Kalvinist ein guter Familienvater gewesen sein (Grebner).
Aber Johann Konrad Eiles, ein Sohn des Paul Eyles, zeigt sich später noch schlimmer
1615 kommt es in Aschaffenburg zur Verhandlung über den Lebenswandel des Pfarrers Theodorici von Somborn. Vorgehalten wurden ihm: die Verprassung der Einkünfte, unbedenkliches Schuldenmachen, Zank- und Streitsucht und vor allem die ständige Trunkenheit. Als Verursacherin sah man seine Konkubine und die böse gottlose Gesellschaft.
Zwar wurde seine Verurteilung und Absetzung beschlossen, trotzdem beließ man ihn noch weitere fünf Jahre in Somborn.
1615 wird es vom 26. April bis zum 7. Mai nochmal sehr kalt. Ein trockener Sommer führte zu einer dürftigen Getreideernte. Im Gegensatz dazu gab es einen guten Ertrag für die Weinbauern.
1615 am 27. Juli verleiht Kaiser Mathias dem Reichsfreiherrn Lamoral von Taxis das Generalpostmeisteramt im Reich als Lehen.
Damit reformiert er das bisher übliche Botendienstwesen der Städte und Herrschaften. Bereits im gleichen Jahr wird im Auftrag des neuen Generalpostmeisters ein Streckennetz für das ganze Reich entwickelt.
In diesem Zusammenhang ensteht auch eine Linie, die von Frankfurt über Hanau, Dettingen und Aschaffenburg nach Würzburg führt. 
1615 wird von der gemeinsamen Regierung dem Amtmann Jörg Friedrich von Thüngen zum
1. Oktober gekündigt. Neben allen vorangegangenen Beschwerden gaben die fehlenden Hexengelder den Ausschlag. Der Amtmann hatte sie nie weitergeleitet, sondern privat verwendet.
Nun hatte auch Hanau der von Mainz schon lange angestrebten Entlassung zugestimmt.
Jörg Friedrich von Thüngen konnte seinen Wegzug noch neun Monate hinauszögern.
(Die nachfolgenden Bemühungen der beiden Regierungen von Mainz und von Hanau um die ausstehenden Hexengelder zogen sich noch hin, bis Jörg Friedrich von Thüngen am 27. April 1625 im Alter von 45 Jahren verstarb).
1615 lässt der hanauische Amtmann bei Hüttelngesäß eine Zollschranke errichten und nötigt die Wegebenutzer zu Abgaben. Im Auftrag von Mainz wird die Schranke wieder entfernt.
1616 beginnt sehr kalt. Der Main ist vom 23. Januar bis zum 22. Februar mit Eis bedeckt. Ende Februar beginnt eine starke Erwärmung, die sich in den Sommer mit Hitze und Dürre fortsetzt.
1616 geht Pfarrer Hubner nach Kälberau. Valentin Wentz führt die Pfarrei Alzenau nach dem Tod Hubners noch bis 1666.
1616 wird Heinrich Greiffenclau von Vollrads neuer Amtmann.
Bei seinem Amtsantritt sind schon wieder Ausbesserungsarbeiten im "oberen Schloss" notwendig. Die Jahreszahl 1617 über einem Fenster an der Südseite des ersten Obergeschosses erinnert noch daran. Heinrich Greiffenclau von Vollrads war ein Sohn des Rheingauer Vicedoms Dietrich Greiffenclau von Vollrads und Appolonia von Reiffenberg.
Ob hier ein verwandtschaftlicher Bezug zu der in Albstadt begüterten Familie von Reiffenberg bestand, ist wahrscheinlich. Der neue Amtmann hatte schon fünf Jahre Erfahrung als Amtmann in Tauberbischofsheim und weitere fünf Jahre als Amtmann von Orb, Wirtheim, Salmünster, Hausen und Burgjoß.
Seine Amtsübernahme in Alzenau wurde offenbar durch den Einfluss seines ältesten Bruders Georg Friedrich begünstigt. Derselbe war seit 1604 Domprobst zu Mainz und damit der mächtigste Mann nach dem Erzbischof. Heinrich Greiffenclau von Vollrads konnte neben seiner neuen Anstellung in Alzenau auch noch das bisherige Amt in Orb weiterführen.
Dies ermöglichte ihm in der nachfolgenden Zeit eine Lebensführung, die der inzwischen anspruchsvolleren Lebensart angepasst war. Die Besoldung der Stelle in Alzenau belief sich noch immer auf 120 Gulden jährlich. Da in den zurückliegenden 100 Jahren noch keine Gehaltserhöhung vorgenommen worden war, blieb nur die Möglichkeit, mit einem Zusatzeinkommen standesgemäß leben zu können. So billigte man ihm zu, dass er in der Wahrnehmung der beider Ämter mit einem Jahreseinkommen von 120 fl in Alzenau und 80 fl in Orb seine Familie anständig versorgen und auch das Erzbistum ordentlich repräsentieren konnte.
1616 organisiert der Landbereiter für den 22. März das Festmahl und die Huldigung der Bevölkerung für den neuen Amtmann auf dem Kirchberg bei Alzenau.
Bei der Huldigung auf dem Kirchberg kommt es jedoch zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Vicedom Ferdinand von Effern und den Vertretern der Hanauischen Regierung, weil kein Vertreter von der Cent Mömbris anwesend ist.
Die Hanauer lehnten die Huldigung ab, da nach ihrer Meinung die Cent Mömbris Teil des Freigerichts wäre, aber der Vicedom vertrat den Standpunkt, dass die Cent Mömbris nach dem Erlöschen des Rienecker Grafenhauses als erledigtes Lehen Mainz anheim gefallen sei.
Nach diesem Streit blieben bei dem vorbereiteten Festmahl wohl einige Stühle leer.
1616 am 27. August wurden die Vertreter, auch von Mömbris, erneut auf den Alzenauer Kirchberg geladen, nachdem man sich zuvor überzeugt hatte, dass die Mömbriser schon immer mit gehuldigt hatten (allerdings mit dem Hinweis auf ihre Bindung an die andern Herrschaften).
So huldigten die Mömbriser auch diesmal mit dem Zusatz, dass dadurch die Rechte des Mainzer Kurfürsten nicht geschmälert würden.
Inzwischen hatte der ehemalige Amtmann von Thüngen auch das Schloß Alzenau geräumt und sich mit seiner Familie eine Wohnung in Seligenstadt genommen.
1616/17 ist der Winter sehr mild. Er hat nur wenige Tage mit Frost und wenig Schnee.
1617 wird durch Blitzeinschlag die Burg Törts (Siebenbürgen) in die Luft gesprengt.
1617. Zu dieser Zeit soll Dörstgesäß ( Dörsthöfe) mit 6 Hofstellen besetzt gewesen sein (Steiner). An der Kahl befand sich eine Mühle, die sogar die nachfolgenden Kriegswirren überstand. Allerdings wurde sie nach der Verwüstung des Dorfes nicht mehr instandgesetzt.
1618 am 20. Februar kommt es durch anhaltenden Regen und Tauwässer zu Überschwemmungen.
1618 wird Johann Philipp von Hoheneck Vicedom in Aschaffenburg.

1618 im Mai kommt es durch einen Aufstand in Böhmen unter Führung des Grafen Matthias von Thurn zum Beginn des 30-jährigen Krieges.
1619, vom 13. bis 16. Mai herrscht nochmal große Kälte.
1619 im August erklären die Aufständigen die Wahl Ferdinand II. als König von Böhmen für ungültig und wählen am 26. August Friedrich V. von der Pfalz zum König von Böhmen.

Erschwerend in dieser Zeit wirkte für die Herrschaft Hanau, daß Amalie Elisabeth von Hanau-Münzenberg, mit Albrecht Jan Smirziczky, einem Mitglied des böhmischen Hochadels verlobt war, der aktiv am Fenstersturz zu Prag beteiligt war.
Die Vorgänge veranlassen
Katharina Belgika von Oranien-Nassau die Verlobung ihrer Tochter zu lösen und einen anderen Kandidaten zu wählen.
1619, am 21. November vermählt sich Amalie Elisabeth von Hanau-Münzenberg mit Wilhelm, dem ältesten Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel.
Katharina Belgika von Oranien-Nassau regierte vormundschaftlich für ihre noch unmündigen Kinder und war stark mit der antikaiserlichen Partei verflochten. Ihre Schwester Louise Juliane war mit Friedrich IV. von der Pfalz vermählt.
So war sie die Tante des "Winterkönigs"
Friedrich V. von der Pfalz. Und der Schwiegervater ihrer Tochter war alles andere als kaiserfreundlich
Doch unabhängig von all dem führen die Hörsteiner weiter ihre Kleinkriege.
Meist sind es Schikanen gegen die Leibeigenen der Abtei, die zum Teil außerhalb im Abtshof, zum Teil jedoch innerhalb der Ummauerung im Schaafhof wohnen.
Hinzu kommen noch die Bewohner der "Mainzer Gasse", die nur dem Erzbistum unterstehen.
Auch sie wohnen innerhalb Hörsteins, sind jedoch gleichermaßen rechtlich Fremdkörper, die auch den Huldigungen fernbleiben.
1619 kommt Bernhard Bertring als Pfarrer nach Hörstein. Er war zuvor ein Jahr in Kleinkrotzenburg tätig. In den ersten Jahren scheint die Gemeinde keinen Grund zur Kritik an seiner Person zu finden.

1619 wird Ferdinand II., nach dem Tod von Mathias, deutscher Kaiser.
Bei seiner Reise zur Kaiserkrönung nach Frankfurt wird Ferdinand II. von Katharina Belgika, der Regentin von Hanau, die Aufnahme in der Stadt verweigert, da er mit einem Troß von 1.500 Pferden, gegen die Satzungen den Reichsverfassung verstieß.
Im Gegensatz zu dieser Verweigerung gestattet sie einer Gesandschaft böhmischer Adeliger, die gegen die Kaiserwahl zu protestieren beabsichtigten den Aufenthalt in Hanau.
Unabhängig vom Verhalten der hanauer Regentin befand sich Johann Reinhard I. von Hanau-Lichtenberg in Frankfurt bei der Kaiserwahl.

Der neue KaiserFerdinand II. beruft Wallenstein zum kaiserlicher Oberst. Derselbe stellt ein eigenes besoldetes Heer auf.
Die Besoldung geschieht aus der Kriegsbeute!
Sein Grundsatz: Der Krieg ernährt den Krieg!
Damit erfolgt die Abkkehr von früheren Landfriedensgesetzen, die immer den Schutz der Unbeteiligten zum Ziel hatten.
1619 war kühl und regnerisch.
Am 22. Juni kommen in Frankreich Leute durch Hagel zu Tode.
1620 beginnt sehr kalt mit viel Schnee.

1620 wird ("Winterkönig") Friedrich von der Pfalz mit seinen Truppen in der Schlacht am Weißen Berg, bei Prag vernichtend geschlagen. Er flieht nach Holland und wird zum "Reichsfeind" erklärt. 
1620 kommt Johann Konrad Eiles, der schon erwähnte Sohn des Hörsteiner Centgrafen und Gerichtsschreibers, als Pfarrer nach Somborn.
Mit ihm haben die Somborner einen beinahe gleichwertigen Nachfolger für seinen Vorgänger Theodorici. Auch die Lebensart von Eiles zeigt sich mehr als eigenartig.
Als er schließlich sogar durchreisende Soldaten überfiel und ausraubte, beschwerten sich die Somborner.
1621 beginnt mit extremer Kälte. Am 23. Januar bildete sich auf dem Main eine Eisdecke die so fest war, daß fast eine Woche lang, beladene Fuhrwerke darüber fuhren.
1622 bringt der Bevölkerung wieder einen schönen Sommer mit guten Ernteerträgen.
1622 wurde Johann Konrad Eiles nach Kleinostheim versetzt und ein Bartholomäus Elbert zum Nachfolger in Somborn bestimmt.
Obwohl derselbe vom Stift auch schon einmal bestraft worden war, versah er die Pfarrei Somborn zur Zufriedenheit der Bevölkerung. Besonders lobend wird im Stift festgehalten, dass er monatlich beichtet und unter seiner Amtsführung alle die Osterkommunion empfingen.
1622 kann der Landbereiter Paul Küchenmeister fünf marodierende Soldaten festnehmen, die im Freigericht durch Raubüberfälle auffällig wurden. Er ließ sie in Hörstein inhaftieren.
Da er die in Hanau regierende Gräfin Catharina Belgika nicht informierte, bevor der Vicedom dieselben nach Aschaffenburg bringen ließ, kam es zu einer Beschwerde von Hanau bei dem Amtmann in Alzenau.
1622 gab es in Hörstein wieder Unstimmigkeiten mit Pfarrer Bertring.
Die Gemeinde lieferte nur die Hälfte des Heuzehnten, weil durch Belastungen plündernder Soldaten die Heuerträge geringer waren.
Daraufhin verweigerte der Pfarrer das Abhalten des Gottesdienstes.
Da diese Verweigerung dem EB Johann Schweickard gemeldet wurde, führte dies im September des nachfolgenden Jahres zur Abberufung des Pfarrers.
1623 beginnt relativ mild. Am 9. Januar abends erlebt der Kahlgrund einen heftigen Sturm mit Blitz und Donner. Der Sommer ist sehr heiß und regenarm.
1623 kommt Andreas Straub als Pfarrer nach Hörstein. Er war zuvor in Johannesberg und offensichtlich ein Mann, der die Gemeinde zu führen in der Lage war.
Trotz zunehmender Beeinträchtigungen durch den sich ausweitenden Krieg kommt es in Hörstein weiterhin zu Schikanen gegen die Leute der Abtei Seligenstadt.
Unter anderem werden die Weiderechte, die der Abtei zustanden, durch Beweiden der Flächen mit Ochsen Hörsteiner Bauern beeinträchtigt.
Zwei dagegen protestierende Klosterknechte werden gefangen genommen und im Gefängnisturm inhaftiert. Nachdem dieselben erst auf Bemühen der Abtei wieder frei kamen, sieht sich die Abtei veranlasst, wegen der Übergriffe beim kaiserlichen Kammergericht zu klagen.
1623 wird aus dem böhmisch-pfälzischen Krieg ein gesamtdeutscher Krieg.
Die Nachbarländer verbünden sich, unabhängig von Religion, mit den jeweiligen Kriegsparteien, um Gewinne zu machen.
Landgraf Moritz von Hessen, der Schwiegervater von Amalie Elisabeth von Hanau, verhält sich politisch ungeschickt und sieht sich veranlaßt im Oktober 1623 das Land zu verlassen.
Er setzt seinen Sohn Wilhelm von Hessen-Kassel als Statthalter ein. Derselbe sieht sich jedoch einer Reichsritterschaft gegenüber, die sich der kaiserlichen Seite zugewandt hatte.
1624 nach einem relativ milden Jahresanfang, beginnt am 29. Januar nochmal eine vierwöchige Kälteperiode. Die Flüsse frieren zu und das nachfolgende Tauwetter bringt starkes Eistreiben. Der April bringt eine extreme Erwärmung, die die Weinstöcke schon im Mai erblühen läßt.
Bei all dem ist man in Hörstein immer wieder bemüht, Macht zu zeigen.
Ein Musterbeispiel ist die unter dem Amtmann Schönborn errichtete Ringmauer. Dass sie nun als Machtinstrument missbraucht wurde, zeigt sich aus manchen Klagen und Beschwerden.
So wird den Klosterleuten der Abtei oft die Durchfahrt vom oder zum Abtshof oder die Zufahrt zum Schafhof durch willkürliches Schließen der Tore verwehrt.
1625 lässt der Abt Leonhard Colchon 4000 Weinbergspfähle schlagen.
Mit der Behauptung, dies sei im Hörsteiner Wald geschehen, lässt der Centgraf Balthes Schug dieselben beschlagnahmen.
In einer nachfolgenden Überprüfung kann die Abtei durch den Hinweis auf die Grenzsteine beweisen, dass der Centgraf im Unrecht war. Dies nötigte zwar den Centgrafen, die Pfähle wieder freizugeben, doch änderte sich für die bedrängten Klosterleute dadurch nichts.
1625 war ein sehr warmes und schönes Jahr, das eine gute Weinernte brachte.
1625 am 13. August gibt Kaiser Ferdinand II. die Anwartschaft auf die Hanauer Reichslehen (wegen der Zugehörigkeit des Hauses Hanau zur antikaiserlichen Partei) an Kursachsen. (Dies schließt auch das Freigericht mit ein.)
1625 wird in Hörstein wieder die Pest eingeschleppt.
Zahlreiche Todesfälle führen zum Gelöbnis, dass man dem hl. Bernhardus einen Altar erbauen lasse und ewig seinen Jahrtag festlich begehen wolle, wenn er die Pest abwende.
1626 wurde Hörstein vom kaiserlichen Kammergericht zu Speyer zur Zahlung von 500 fl an die Abtei Seligenstadt verurteilt. Anlass waren die oben angesprochenen Übergriffe.
Die Zahlung an die Abtei soll später unter dem Einfluss des Krieges auf die Hälfte reduziert worden sein.
1626, als in Hörstein die Pest erneut auftritt und in kürzester Zeit rund 400 Personen sterben, lassen die Überlebenden einen Altar zu Ehren des hl Bernhard erstellen.

1626 (-1629)  Georg Friedrich von Greiffenclau zu Vollrads wird Erzbischof.
Er ist der älteste Bruder des Amtmannes zu Alzenau.
1626 Im November setzt schon bittere Kälte ein. Der Dezember ist jedoch wieder sehr mild.
1627 kann Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg die Regierung in Hanau antreten.
Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg vermählte sich mit Sibylle Christine von Anhalt-Dessau.
1627, am 17. März tritt Moritz von Hessen von der Regierung zurück.
Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel übernimmt die Regierung in dem total verschuldeten Land.
1627 ist der Sommer sehr kühl. Am 21. Juni fällt Schnee, der in den höheren Lagen im Spessart sogar über mehrere Tage liegen bleibt.
1628 ist ein nasses und kühles Jahr mit schlechter Ernte.
1628 wird Wallenstein vom Kaiser mit Mecklenburg belehnt.
Nun greifen Schweden unter der Führung von Gustav Adolf in den Krieg ein.
Frankreich unterstützt das protestantische Schweden finanziell. 
Im gleichen Jahr verstirbt Friedrich Ludwig von Hanau-Münzenberg.
Der Jahreswechsel ist ziemlich kalt.

1629 wird der Schafhof in Großwelzheim als Besitz der von Bicken in Wasserlos erwähnt.
1629 erhält Heinrich Greiffenclau von Vollrads den Auftrag, die Rechtsverhältnisse im Freigericht schriftlich festzuhalten (UK 1990 S. 22 ff).
Einige bemerkenswerte Punkte zeigen Veränderungen unter der Doppelherrschaft nach genau 100 Jahren seit der Verkündigung der "Landesherrlichen Begnadigung".
In Absatz 1 ist erwähnt, dass Hanau Wert darauf legt, die Pfarrei Membris (die ja nicht zum freien Gericht gehörte) in die Verwaltung mit einzubeziehen.
Begründet wird dies, dass sie an den Huldigungen beim Vorstellen eines neuen Amtmannes im freien Gericht teilnehmen und auch vom Landbereiter des freien Gerichtes mitbetreut würden.
Absatz 3 lässt erkennen, dass Mainz in seinem Versuch, sich den Wildbann in der Cent Wilmundsheim (südlich der Kahl) anzueignen, durch eine Klage derer von Bicken in Wasserlos und von Reiffenberg in Albstadt vor dem Kaiserlichen Cammergericht in Speyer gescheitert war.
Der 6. Absatz zeigt, dass die Grundbesitzer, auch "Ausländische", die darin begütert sind, von beiden Herrschaften mit Schatzung (Sondersteuer), Steuer und Frondiensten belastet wurden.
Ausnahmen gab es nur dahingehend, dass die Bewohner der Mainzer Gasse in Hörstein allein dem Erzbistum zugehörig und Trages und Meerhof allein Hanau zugehörig waren.
Absatz 7 zeigt, dass auch die Untertanen von Kahl mit zu Frondiensten in den Hörsteiner Weinbergen und bei Bedarf im Schloss Alzenau herangezogen wurden.
Absatz 9 lässt erkennen, dass die Wirtschaften und Weinschenken noch im Besitz der jeweiligen Gemeinden waren.
Absatz 10 behandelt die Waldaufsicht. Hier überwachen neben dem Landbereiter noch ein Märkermeister in Somborn und einer in Alzenau mit den Förstern die Waldnutzung.
Hierbei sind noch drei aus Mömbris und zwei aus Kahl.
Erwähnt wird: "die haben auch jedes Jahr ihr sonderbar Förstergericht herbracht".
Zu regeln waren noch immer: Holzzuweisungen bei Hausbau, Brennholzentnahme und Eichelmast im Herbst.
Absatz 11 behandelt die Seligenstädter Vogteigerichtstage, in der Alzenauer Klosterhofscheune im Mai und um Martini im Wasserloser Spielhaus. (Spillhaus= Rathaus)
In Absatz 12 wird das Gericht im Prischoß behandelt, hierbei zeigt sich, dass der Grundbesitz offenbar schon in Kleinstparzellen unterteilt war
(Flächengröße für einen "dreybeinenen" Stuhl).
Absatz 14 lässt erkennen, dass neben der 1529 versprochenen und verbrieften Befreiung von Dienst und Bede (Steuer) auch die Befreiung von der Atzung inzwischen verlustig gegangen war. Denn hier ist erwähnt, dass "alle und jede ufflaufende ... Atzkosten (zu) tragen und (zu) bezahlen sind".
1629 (- 1647) wird Anselm Kasimir Wamboldt von Umstadt Erzbischof.
Hier ist einzuflechten, dass durch die kriegerische Auseinandersetzungen um den "wahren Glauben", die katholisch ausgerichtete Seite nun auch verstärkt ihr Augenmerk auf den Lebenswandel der Pfarrer richtet.
1629 Die erste Welle des 30jährigen Krieges bekam die Festung Hanau im Dezember zu spüren.
1630 am 25. Januar versetzen ungewöhnlich helle Nordlichter die Bevölkerung in Schrecken und Besorgnis.
1630 verlangt Kaiser Ferdinand II. von Graf Philipp Moritz von Hanau die Aufnahme einer kaiserlichen Besatzung in Hanau. Er begründet die Forderung mit der Unzuverlässigkeit der Hanauer gegenüber dem Kaiser und der Verbindungen zu Holland und dem dort weilenden "Reichsfeind" Friedrich V. von der Pfalz.
Philipp Moritz verwahrte sich gegen diese Unterstellungen. Schließlich kam es zu dem Kompromiss, daß Graf Philipp Moritz als Oberst in kaiserliche Dienste trat. Sicherheitshalber stellte ihm der Kaiser jedoch den Oberst Witzleben als Kommandanten zur Seite.
1630 kommt es zur Absetzung Wallensteins.
1630 nimmt Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel Kontakt mit König Gustav Adolf von Schweden auf. Beide waren Urenkel Philipps des Großmütigen von Hessen. 

1630 verliert Wilhelm Reinhard von Hanau-Münzenberg in Aachen sein Leben.
1630 am 11. November bietet Gustav Adolf von Schweden, nachdem er sich entschlossen hatte in den Religionskrieg in Deutschland einzugreifen, dem Landgrafen ein Bündnis an.
1630 wird Pfarrer Fulgentius Heil von Mömbris nach einer Gerichtsverhandlung im Templerhof in Mainz hingerichtet. Er lebte im Konkubinat und hatte zwei unehelichen Kinder nach der Geburt getötet. Die Tat wurde bekannt, er wurde angeklagt und zum Tod verurteilt.
1630 wird die Pfarrstelle in Somborn nochmal besetzt, doch ist der Name des Pfarrers nicht überliefert. In den nachfolgenden Kriegswirren bleibt die Pfarrei unbesetzt.
Am 8. Dezember toben heftige Stürme über ganz Mitteleuropa.
Das Jahr endet mit starkem Frost.
1631 am 15. Februar kommt es zu Überschwemmungen.
1631, im Februar schließt Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel ein Bündnis mit den Herzögen Wilhelm und Bernhard von Weimar und beginnt mit geliehenem Geld sein Heer zu verbessern. Im Juli sah er sich bereits in der Lage die kaiserliche Besatzung aus großen Teilen seines Landes zurückzudrängen. Anschließend konnte er die Heere Fuggers und Aldringers aufhalten, die Gustav Adolf entgegenziehen wollten.
1631 im Februar sieht sich der Alzenauer Amtmann durch die Erfolge der Schweden genötigt, eine kleine Streitmacht zusammenzustellen. Vermutlich in Kenntnis des Wortsinnes in der Landesherrlichen Begnadigung, dass die Freigerichter vom Dienst befreit seien, blieben die Bewohner vom Kriegsdienst verschont.
Lediglich aus Kahl, als dem Amt Steinheim zugehörig, wurden einige herangezogen.
Aus den Ämtern Steinheim und Niederroden konnte er 340 Mann rekrutieren. (Doch reichte diese Truppe in Steinheim nicht, die belagernden Schweden im November lange abzuwehren.)

In Albstadt war die Reiffenbergische Burg, nach der Plünderung 1614 offenbar wieder instandgesetzt. Zum Reiffenbergischen Gut „die Burgk genannt“ (späterer Dalberghof) gehören noch zwei Höfe mit allem Zubehör und auch drei Morgen Weinberg.
Bemerkenswert ist der erwähnte Anbau von „Toback“.
Den Reiffenbergern gehörte der kleine Zehnt in Albstadt, Trages und Maisenhausen. Außerdem der Wildbann im Freigericht mit den von Bicken in Wasserlos.
Den Zehnt von sechs Weinbergen teilten sie jedoch mit den von Hutten, die noch einen Adelshof in Albstadt besaßen.
1631, am 22. August schloß Landgraf Wilhelm V. von Hessen das Bündnis mit Gustav Adolf von Schweden.
1631 im Oktober nehmen die Kaiserlichen in Hörstein 400 Schafe, die der Abtei Seligenstadt gehören.
1631 am 17. Oktober kann Gustav Adolf die als uneinnehmbar geltende Festung Würzburg einnehmen.
1631 führen die Erfolge der Schweden zur WiedereinsetzungWallensteins.
Im Herbst können die Schweden die Festung Hanau den Kaiserlichen entreißen.
1631 am 15. November besucht der Schwedenkönig die Hanauer Grafenfamilie im Schloss. Hierbei unterzeichnet Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg einen Bündnisvertrag mit König Gustav Adolf von Schweden. Als kaiserlicher Oberst beging er damit Hochverrat. Doch hatte sich damit nur das Mißtrauen des Kaisers bestätigt. Denn die Hanau-Münzenberger tendierten zur protestandischen Partei. Obrist Hubald blieb als Festungskommandant.
Der Aufenthalt von Gustav Adolf beschränkt sich auf ein paar Stunden, da er noch am gleichen Tag nach Offenbach will. Da er bei diesem Aufenthalt vom Tod einiger Hanauer Bürger erfährt, die bei der Erstürmung der Stadt umgekommen waren, verfügt er eine Armenstiftung. Teil dieser Stiftung waren auch die Abteilichen Weingärten in Hörstein, Wasserlos und Alzenau.
In der Eile der Kriegswirren kann die Stiftung nicht gleich beurkundet werden.
So war die Armenstiftung noch fraglich.
1631 am 25. November vormittags, übergibt der Prior der Abtei den Stadtschlüssel am Obertor an Gustav Adolf von Schweden, mit der Bitte um Schonung von Stadt und Kloster.
Entgegen der Zusage des Königs kommt es während der Belagerung von Steinheim doch noch zu Plünderungen in Seligenstadt.
Die Klosterbibliothek wird an Buchhändler in Hanau und Frankfurt versteigert. Besonders wertvolle Objekte werden an die Universität in Uppsala geschickt.
Der Amtmann von Alzenau hatte schon vorher seinen Amtssitz aufgegeben und war in die Mainzische Stadtwohnung der Greiffenclau von Vollrads geflüchtet.
Von dort musste er im Dezember erneut aufbrechen und fand mit seiner Familie in Köln Aufnahme. In einem Brief, den er ein halbes Jahr später schrieb, bedauert er noch all die Vorräte und den guten Wein, den er in Steinheim und Alzenau hatte lassen müssen.
Wie lange er noch als Amtmann im Freigericht galt, ist fraglich.
Sein Nachfolger wurde Christof von Rotleben. Doch spricht einiges dafür, dass die Position des Amtmannes im Freigericht für einige Zeit nur bedingt wahrgenommen wurde.

1631 erscheint - kaum beachtet durch die Kriegswirren - nun wieder eine kritische Schrift zur Hexenverfolgung Der Jesuitenpater Friedrich von Spee ermahnt in seiner "Cautio criminalis" die weltlichen und geistlichen Fürsten, von dem Hexenwahn abzulassen. Er selbst hatte viele "Hexen" auf dem Weg zum Scheiterhaufen begleitet und die Überzeugung gewonnen, dass sie alle unschuldig waren. Seine Folgerung war: "Hexen" werden durch die "peinlichen Verhöre" erst gemacht!
1631 starke Regenfälle lassen am 3. Dezember den Main nochmal ber die Ufer treten.
1632 am 28. Februar wird das Freigericht von Gustav Adolf dem calvinistischen Grafen Philipp Moritz von Hanau übergeben. Die Schenkung bleibt jedoch ohne Auswirkung auf die Bevölkerung, da Hanau seit 1500 schon mitregierte.
1632 bedrängen die Schweden Süddeutschland und besetzen München.
1632 kommt Heinrich Ludwig von Hanau-Münzenberg, während der Belagerung von Maastrich zu Tode.
Durch viel "schlechtes Wetter" fällt die Ernte ungünstig aus und der Wein wurde sauer.

1632 wird endlich am 4. November eine Schenkungsurkunde betreffend die Armenstiftung für Hanau ausgestellt, doch fehlt noch die Unterschrift des Königs.
Gustav Adolf kann dieselbe nicht mehr unterzeichnen, denn zwei Tage später, am 6. November, wird er in einer Schlacht bei Lützen von einem Schuss in den Rücken getötet.
Dadurch bleibt die Abtei Seligenstadt im Besitz ihrer Weingärten im Kahlgrund.
Nachfolger in der schwedischen Regierung wird seine Tochter Christine (1632-54) und militärisch Axel Oxenstierna.
1632 am 21. November kommt der schwedische Kanzler Oxenstierna nach Seligenstadt und übernimmt das Kommando über das schwedische Heer.
Als Wohnsitz wählt er das "Gasthaus zum Wolf" am Marktplatz.
1633 kam es am Sonntag nach Ostern zu Überschwemmungen.
1633/34 wird in der Landgrafschaft Hessen-Kassel die Trennung von Hof- und Staatsverwaltung vollzogen. Nachfolgend gab es drei geheime Kanzleien. Die Kriegs-, Land- und Rentkammerkanzlei.
1634 erneute Absetzung Wallensteins und nachfolgend Ermordung in Eger.
1634 war sehr trocken. Die Wasserknappheit brachte die Mühlen zum Stillstand. Eine totale Missernte bringt die Bevölkerung in Not.
Nach einem Sieg der Kaiserlichen im September bei Nördlingen beginnt die Rückeroberung Frankens.
Die Schweden  verlassen das Umfeld von Hanau und verlegen den Schwerpunkt in die Festung Hanau.
Graf Philipp Moritz geht in die Niederlande und überläßt die Regierung seinem Bruder Jakob Johann von Hanau-Münzenberg. Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg hätte, als ehemaligem kaiserlichen Oberst und nachfolgendem Wechsel zu Gustav Adolf, beim Fall der Festung Hanau die Todesstrafe wegen Hochverrat gedroht.
1634 wurde der schwedische Obrist Hubald in Hanau durch Gemeralmajor Ramsay ersetzt.
Neben den Wirren des Krieges kommt es auch zu Naturkatastrophen.
Eine ungeheure Sturmflut an der Nordsee bringt am 11. und 12. Oktober 1634, etwa 1.000 Häuser zum  Einsturz und reißt rund 6.000 Menschen und 5.000 Stück Vieh in den Tod.
Ende Dezember bewegen sich kaiserliche Truppen den Main abwärts und nehmen im Raum Aschaffenburg unter Graf Mansfeld und im vorderen Kahlgrund unter Graf Wartenberg (auf Schloß Alzenau) Quartier.
Die schwedische Besatzung in der Festung Hanau sieht sich bedroht und riskiert einen Entlastungsangriff.
Da General Ramsay über die Truppenbewegung informiert war, forderte er in Erwartung eines Angriffs auf Hanau Verstärkung. Herzog Bernhard von Weimar versuchte mit 20.000 Mann der bedrohten Festung Hanau zu helfen.
Am 29. Dezember trafen eine Truppe von Reitern unter dem Obristen Bouillon und Graf Wilhelm Ludwig zu Nassau in Frankfurt ein.
General Ramsey ließ Bouillon mitteilen, sich mit 500 Reiter am 31. Dezember nachmittags in Hanau einzufinden, um noch am Abend einen Überfall auf Alzenau und Kälberau durchzuführen. Bouillon kam spät nachmittags mit 250 Reiter in Hanau an.
Ramsey verstärkte die Truppe mit 150 Musketieren und einer Kompanie Dragoner.
Auch Graf Johann Jakob von Hanau beteiligte sich an dem nächtlichen Überfall.
Starker Frost erleichterte das Anreiten. Die Angreifer ritten nicht über die Birkenhainer Strasse, da der von dort kommende Sälzerweg, von der Schloßwache weithin einsehbar war. Abweichend ritten sie in Kahl über die Brücke und wählten den Sälzerweg, der sich weitgehend im Wald, unterhalb Alzenau nach Welzheim fortsetzt. So gelangten sie ungesehen, durch den Hauckwald bis an den Klosterhof zur Kahlbrücke (jetzt Kaiser-Rupprecht-Brücke) und stellten erstaunt fest, daß auf dem Schloß und im Dorf alles ruhig war. Um sich zu informieren klopften sie an ein Hoftor und gaben vor, daß sie von Aschaffenburg kämen und eine Botschaft für Graf Wartenberg zu überbringen hätten. Leider befände sich dieselbe in der Satteltasche eines Pferdes, das im Eis eingebrochen sei und man brauche Hilfe um das Pferd aus der mißlichen Lage zu befreien. Als die Hanauischen sich mit diesem Vorwand Zugang zu dem Hof verschafft hatten, gaben sie sich zu erkennen und erfragten, welche Masse von Soldaten sich im Einlager und auf dem Schloß Alzenau befände. Da dies eine beachtliche Menge war, die aber weitgehend schon in tiefem Schlaf dem neuen Jahr entgegenträumten, waren die Kaiserlichen überrascht und kaum zur Gegenwehr fähig. Der im Obergeschoß des "oberen" Schlosses wohnende Graf Wartenberg und einige Offiziere konnten (scheinbar) flüchten.
Auch die im Dorf Einquartierten konnten weitgehend flüchten. Der Überlieferung nach soll die meiste Bagage mit einem Teil des Dorfes in Flammen aufgegangen sein.
1635, 1. Januar Als man am Morgen in Hanau das Ergebnis des Überfalls zusammenfaßte, wurde als Beute registriert: 8 Standarten, über 800 Pferde aufgezäumt und gesattelt,
die Kutsche von Graf Wartenberg mit 6 Schimmel und die Kanzleikasse von Alzenau.
Als Gefangene hatte man gemacht: 1 Oberstwachtmeister, 2 Rittmeister, 1 Kapitänlieutnant, mehrere Lieutnants und Cornets.
Infolge der Mißernte und der Besetzung des Freigerichts ab Dezember 1634, durch die kaiserlichen Truppen, geriet Alzenau in unvorstellbare Not.
1635 forderte die Hungerpest in Alzenau viele Opfer.
Der extrem kalte Winter nach der Missernte und die Belastungen durch den Krieg brachten eine derartige Not, dass die Hungernden alles verzehrten, was essbar erschien. Neben Katzen, Ratten und Hunden kam es sogar zum Verzehr vom Fleisch verstorbener Menschen.
1635 verlässt auch Graf Jakob Johann von Hanau-Münzenberg die Stadt Hanau. Er geht in den Dienst von Bernhard von Weimar.
Dadurch ist der schwedische Generalmajor Jokob Ramsai für die Zeit bis 1638 Landesherr der Grafschaft.
Das Schloß Alzenau blieb während der nachfolgenden zweijährigen Belagerung von Hanau eines der Hauptquartiere der kaiserlichen Truppen. Mit der Strategie des General Götz, die Festung Hanau auszuhungern, begann die wohl härteste Zeit für die Bevölkerung.
Götz ließ alle Felder um Hanu verwüsten.
Auch General Lamboi setzte diese Art fort, die zu unvorstellbaren Situationen führte.
Vermutlich wurde damals das neue Amtshaus im hanauischen Hüttelngesäß wieder zerstört. Außerdem wurden der Rannenbergische Hof im Forst, das "Schloss in der Kertelbachwiese" und die Siedlungen Ober- und Unterprischoß verwüstet.
Hörstein hatte das besondere Problem, dass es als ummauertes Dorf den Einliegern mehr Schutz bot als offene Dörfer, die nur mit Zäunen und Hecken geschützt waren.
Für die Größe der Ummauerung war die Bevölkerung aber zu gering, um das Dorf verteidigen zu können. Außerdem fehlte der Ummauerung jede Form von Verteidigungsanlagen.
Trotzdem konnte sich eine militärische Besatzung aus dem Dorf heraus gut behaupten.

1635  kommt es zu einem Frieden zwischen dem Kaiser und dem Kurfürsten von Sachsen. Dem Frieden schlossen sich  noch die Hansestädte und Frankfurt a. M. an.
Außerdem kam es auf Betreiben von Richelieu (der die französische Politik bestimmte) zu einem Waffenstillstand zwischen Schweden und Polen.
1635 stirbt Pfarrer Straub in Hörstein.
In den Wirren des Krieges, mit wechselnden Herrschaften sind außer manchen Hofstellen auch Pfarrstellen verwaist. So unterbleibt eine Neubesetzung der Hörsteiner Pfarrei.

Freilegung des Kastenbrunnens auf dem Anwesen Spessartstr. 27, Zerstörung um 1635

1636 beginnt sehr mild. Ein sehr heißer Sommer läßt wenig wachsen, wodurch die Not der Bevölkerung sich verschärft.
1636 (-1655) am 2. Januar wird Johann Ulrich Pflaumer vom Erzbistum Mainz als neuer Landbereiter im Freigericht eingesetzt.
1636, am 13. Juni kann Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel den Belagerungsring um Hanau aufbrechen und Ramsai militärisch unterstützen.
Die Gemeinden Kahl und Großwelzheim waren inzwischen von der Bevölkerung aufgegeben worden.
Ebenfalls im
Juni verliert Graf Johann Jakob von Hanau-Münzenberg beim Sturm auf Zabern im Elsaß sein Leben. Nun lebte nur noch Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg im Exil.
1636, am 21. Oktober schließt Landgraf WilhelmV.  von Hessen-Kassel ein Bündnis mit Frankreich, worauf auch er vom Kaiser zum "Reichsfeind" erklärt wird und schließlich nach Friesland flüchten muß, wo er am 1. Oktober 1637 stirbt.
Amalie Elisabeth geb. von Hanau-Münzenberg übernimmt die Regentschaft über die Landgrafschaft stellvertretend für ihren unmündigen Sohn
Wilhelm VI. von Hessen-Kassel.
Mit sehr viel Geschick gelingt es der Landgräfin
Amalie Elisabeth die fast aussichtslose Situation der Landgrafschaft zu stabilisieren.
Außerdem kam es auf Betreiben von Richelieu (der die französische Politik bestimmte) zu einem Waffenstillstand zwischen Schweden und Polen.
1635 stirbt Pfarrer Straub in Hörstein.
In den Wirren des Krieges, mit wechselnden Herrschaften sind außer manchen Hofstellen auch Pfarrstellen verwaist. So unterbleibt eine Neubesetzung der Hörsteiner Pfarrei.

Freilegung des Kastenbrunnens auf dem Anwesen Spessartstr. 27, Zerstörung um 1635

1636 beginnt sehr mild. Ein sehr heißer Sommer läßt wenig wachsen, wodurch die Not der Bevölkerung sich verschärft.
1636
(-1655) am 2. Januar wird Johann Ulrich Pflaumer vom Erzbistum Mainz als neuer Landbereiter im Freigericht eingesetzt.
1636, am 13. Juni kann Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel den Belagerungsring um Hanau aufbrechen und Ramsai militärisch unterstützen.
Die Gemeinden Kahl und Großwelzheim waren inzwischen von der Bevölkerung aufgegeben worden.
Ebenfalls im
Juni verliert Graf Johann Jakob von Hanau-Münzenberg beim Sturm auf Zabern im Elsaß sein Leben. Nun lebte nur noch Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg im Exil.
1636, am 21. Oktober schließt Landgraf WilhelmV.  von Hessen-Kassel ein Bündnis mit Frankreich, worauf auch er vom Kaiser zum "Reichsfeind" erklärt wird und schließlich nach Friesland flüchten muß, wo er am 1. Oktober 1637 stirbt.
Amalie Elisabeth geb. von Hanau-Münzenberg übernimmt die Regentschaft über die Landgrafschaft stellvertretend für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. von Hessen-Kassel.
Mit sehr viel Geschick gelingt es der Landgräfin
Amalie Elisabeth die fast aussichtslose Situation der Landgrafschaft zu stabilisieren.
Amalie Elisabeth kehrt wieder in ihre Residenz nach Kassel zurück.
Sie entläßt kurz danach ihren militärischen Befehlshaber
Melander, da er ihr unzuverlässig erschien und überträgt das Kommando an Graf Kaspar von Eberstein.
1640 war der Sommer wieder zu trocken. Trotzdem werden in Großwelzheim wieder zwei Höfe (von 26 im Jahr 1592) mit 10 Bewohnern bewirtschaftet.
1641 folgt ein Sommer der nun wieder zu feucht ist und am 11. September schon den ersten Frost bringt.
1641 verstirbt Philipp Ludwig III. von Hanau-Münzenberg im Alter von 9 Jahren.
Mit ihm erlischt die Linie
Hanau-Münzenberg. 
1641 tritt Graf Johann Ernst von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels die Regierung in Hanau an.  Er war ein Sohn von Albrecht von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels und Gräfin Ehrengard von Isenburg-Büdingen.
1641 bekommt Hörstein nach einer Bittschrift an das Stift Aschaffenburg einen neuen Geistlichen. Dem neuen Pfarrer wird sein Aufenthalt in Hörstein erschwert, da bei den häufigen Truppendurchzügen immer das Pfarrhaus als ergiebiges Objekt gesehen wird.
1642, am 17. Januar gelang es der vereinigten schwedisch- französisch-hessischen Armee bei Kempen am Niederrhein, einen Sieg über die kaiserliche Armee zu erringen.  
1642 stirbt Graf Johann Ernst von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels nach knapp einjähriger Regierung unverehelicht. Mit ihm erlöscht auch diese Seitenlinie der hanauer Grafen.
Im Erkennen der Situation läßt die Landgräfin
von Hessen-Kassel, Amalie Elisabeth geb. von Hanau-Münzenberg, im Hinblick auf ihre Erbansprüche die Grafschaft Hanau besetzen. Diese Militärpräsenz erschwert die Regierungsübernahme durch die Hanau-Lichtenberger Linie.
1642 übernimmt, gemäß dem Vertrag von 1612, Graf Friedrich Kasimir von Hanau-Lichtenberg die Regierung der Grafschaft, nachdem ihm unbemerkt vom Militär, verkleidet der Zugang in das Schloß Hanau ermöglicht worden war.
Er war vermählt mit
Prinzessin Sybille Christine von Anhalt-Dessau, die in erster Ehe mit Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg verehelicht war.
Die beiden sind ohne männliche Erben und adoptieren ihren Neffen
Philipp Reinhard von Hanau-Lichtenberg. Er ist der Sohn von Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg und Prinzessin Susanne Margarethe von Anhalt-Dessau.
1642 verlehnt die neue Regierung von Hanau die vereinigten Güter Trages und Hüttelngesäß an den Hanauer Oberschultheis Dietrich von Erkenbrecht.
In der Wetterchronik von Kehrer/Nees ist nur ein Erdbeben am 28. November vermerkt.
1643 beginnt mit viel Schnee, der jedoch durch Tauwetter und viel Regen ab dem 14. Januar viele Flüsse über die Ufer treten läßt.
1643 am 22. Januar trifft wieder einmal ein Blitzschlag eine Burg. Diesmal Weidenbach in Siebenbürgen. Die Folgen sind, bedingt durch das eingelagerte Schießpulver  im wörtlichen Sinne zerstörerisch.
1643 am 2. Juli wird unsre Heimat durch starken Hagel belastet.
1643 am 26. Juli kommt es zum Abschluß des Erbvertrages betreffend die Grafschaft Hanau, für den Fall des Erlöschens der Familie im Mannesstamm, zwischen der Regierung von Hanau und der Landgräfin Amalie Elisabeth von Hessen-Kassel.
Im gleichen Jahr verschafft sich die Landgräfin noch mehrere Rechtsgutachten die ihren Anspruch auf Gebiete begründen, die
1627 Hessen-Darmstadt zugesprochen wurden, nachdem sich dieser Landesteil der kaiserlichen Seite angeschlossen hatte.
1644 wird der Frühling mit starken Frösten am 27. und 28. April unterbrochen.
1644 beschließt das Stift, Aschaffenburg die Pfarrei Hörstein wieder zu besetzen.
1645 begann mit starkem Frost, der alle Flüsse zufrieren ließ. Ab 20. Januar setzte Tauwetter ein und brachte fünf Tage später Überflutungen der flußnahen Gebiete.
1645 zeigt sich Paul Stech bereit, die Pfarrei zu übernehmen.
1645 greifen die Schrecken des Krieges noch mal in unsere Heimat.
Im Mai beauftragt Landgräfin
Amalie Elisabeth ihren Armeeführer Geiso mit der Rückeroberung der an Hessen-Darmstadt verlorenen Gebiete.
Mit Unterstützung der Franzosen unter Marschall
Turenne und der Schweden unter Graf Königsmark beginnt nun der "Hessenkrieg".
Im Juni marschieren Kaiserliche unter General Mercy durch das Freigericht.
Im Juli lagern Schweden und Franzosen am Main zwischen Kahl und Dettingen. Sie nutzen offenbar die Furt bei Welzheim, um den Main zu durchqueren, und plündern Seligenstadt.
1646 sehen sich die Hörsteiner auch wieder zu einer Beschwerde über ihren Pfarrer Stech veranlasst. Im April verlangen sie beim Stift seine Absetzung wegen ungehöriger Exzesse.
Da man im Stift offenbar zögert, wird noch behauptet, dass
Stech Geld unterschlagen hätte, das er von der Kaiserlichen Generalität zum Erhalt des Kirchenbaus bekommen hätte.
Als
Stech im Juni aus Hörstein (vor den Hörsteinern) in Richtung Seligenstadt flüchtet, wird er unterwegs (vermutlich) von marodierenden Soldaten erschlagen.
Der Sommer ist wieder sehr heiß und trocken.
1646 am 20. August kommen 3000 französische und weimarische Soldaten nach Seligenstadt und fordern die Übergabe. dem wird entsprochen doch um Schonung gebeten.
Dort werden
160 Soldaten einquartiert und der Rest marschiert nach Aschaffenburg.
Da sie Aschaffenburg nicht nehmen können kommen sie am nächsten Tag zurück und plündern Seligenstadt. Anschließend setzen sie noch viele Wohnbauten und Scheunen  in Brand.
1646 am 20. November können die Truppen der Landgräfin, die hessen-darmstädtischen Truppen bei Frankenberg besiegen und Landgraf Georg von Hessen-Darmstadt sieht sich zu einem Waffenstillstand gezwungen
1646, kurz vor dem Ende des 30jährigen Krieges, begann man bereits die Besitzverhältnisse im Prischoß neu zu ordnen. So trafen sich, mit Bewilligung (richtiger wohl: im Auftrag) des Stiftes alle Dorfschaften, die im Prischoß begütert waren, mit einem "geschworenen Landrichter", um die Güter, die lange wüst gelegen hatten, jedem Besitzer wieder zuzumessen.
Bemerkenswert ist, dass man auch denen, "die draußen wohnen oder noch im Krieg sind", ihren Besitz wieder zuteilte.
Der Anlass für diese Aktion war die Feststellung der von den jeweiligen Hübnern zu erbringenden Pacht für das Stift in Aschaffenburg. Das Ergebnis lässt die Aufteilung zu den Anliegergemeinden und auch die Größe der genutzten Fläche erkennen.
Die Gesamtfläche von 601 Morgen (etwa 150 ha) teilte sich auf in:
Alzenau           22 Hübner mit 200 Morgen,
Wasserlos       15 Hübner mit 240 Morgen
Welzheim        10 Hübner mit   55 Morgen
Kahl                11 Hübner mit   35 Morgen
Krotzenburg    27 Hübner mit   71 Morgen.
1647 begann mit einem sehr harten Winter.
1647 kam es wieder zu Kampfhandlungen nachdem Landgraf Georg von Hessen-Darmstadt den, bis zum 1. April befristeten Waffenstillstand nicht verlängerte.
Allerdings war seine Position geschwächt nachdem Bayern im
März einen Waffenstillstand mit den Schweden und den Franzosen geschlossen hatten.
Auch der Erzbischof von Mainz muß aufgeben als im April Höchst und Aschaffenburg eingenommen und besetzt werden.
1647 kommen nochmals Weimarische Regimenter ins Freigericht.Vom 14. bis 24. April lagern 300 Mann in Seligenstadt. Da in der Stadt nichts mehr zu holen ist, brennen sie die kleine Wasserburg bei Kleinwelzheim nieder.
1647 (- 1673) wird Johann Philipp von Schönborn Erzbischof.
Er war auch Bischof von Würzburg und Worms.
In seiner Amtszeit kommen lang anstehende Reformen zur Ausführung. Er veranlasst auch die Einstellung aller Hexenverfolgungen, da er als Freund
Friedrichs von Spee dessen kritische Meinung teilte.
1647 bringt - unbemerkt im großen Weltgeschehen - der Bauer Hans Rogler aus Pilgramsreuth im Fichtelgebirge einige seltsame Knollen mit nach Hause und pflanzt sie auf seinem Acker. Er hatte sie von einem Verwandten im böhmischen Roßdorf bekommen und konnte mit Erstaunen feststellen, dass sie auch in dem relativ rauen Klima gediehen. Er hatte mit diesem Versuch die Kartoffeln als Grundnahrungsmittel in Deutschland eingeführt.
Der Anbau und die damit verbundenen Erntearbeiten, begründeten eine in unsrer Heimat noch üblichen Redewendung, deren Ursprung kaum noch bekannt ist. „Man schafft vor de´Menne weg.“ Im übertragenen Sinn, man arbeitet in Auftragsfolge. Im ursprünglichen Sinn bedeutete es, für die Kartoffelsammler, die mit ihren Körben ( Mane oder Menne) den Männern folgten, die die Kartoffeln aushackten, daß sie die Kartoffel vor dem Korb, der zwischen den gespreitzten Beinen stand, aufsammelten, bevor sie ihn weiter rückten.
1647, Ende Juli wird der "Hessenkrieg", mit einem endgültigen Waffenstillstand zwischen Georg von Hessen-Darmstadt und Amalie Elisabeth von Hessen-Kassel beendet.
Die militärischen Erfolge der Truppen von Hessen-Kassel werden jedoch nochmals fraglich, als der (jetzt) kaiserliche Feldherr
Melander im Herbst erneut in hessische Gebiete einbricht. Nun kam es wieder zu kriegerischen Belastungen der Bevölkerung in hessisch- rheinländischen Nachbargebieten.
1648 am 14. Juni fanden sie mit einem beachtlichen Sieg des landgräflischen Armeeführers Geiso, über die fast doppelt so starke kaiserliche Armee unter General Lamboy, bei Grevenbroich ihr Ende. Dies war die letzte Schlacht im 30jährigen Krieg.
Der Landgräfin
Amalie Elisabeth geborene von Hanau-Münzenberg. war es gelungen die alte Herrschaft Hessen-Kassel erneut zur alten Größe zurückzubringen.
1648 kommt es zum sog. Westfälischen Frieden. Sowohl in Münster mit den Franzosen wie auch in Osnabrück mit den Schweden wird die vollständige Gleichberechtigung beider Konfessionen anerkannt. Damit ist endlich die direkte Einflussnahme der Päpste auf die weltliche Regierung auch in Deutschland aufgehoben.
Im gleichen Jahr beendet Gräfin Katharina Belgika geb. von Nassau-Oranien, in Hanau ihr Erdendasein. Sie hatte unter schwersten Bedingungen die Herrschaft geführt und den Tod aller männlichen Nachkommen erleben und das Erlöschen ihres Hauses im Mannesstamm hinnehmen müssen.
England hatte längst seine anglikanische Kirche begründet.
Und für Frankreich waren Vorgaben des Vatikans nie von Bedeutung.
Der Besitzstand wird dem vom
1. Januar 1624 angeglichen.
Deutschland war nun ein Staatenverband von etwa
1.700 eigenständigen Regierungen mit eigenständigen Rechtsgefügen.
Darunter waren
69 geistliche, 96 weltiche Fürsten, 61 Reichsstädte und zahlreiche Reichsdörfer.
Das freie Gericht gehörte nun wieder zur Hälfte dem katholischen Erzbistum Mainz und zur Hälfte der protestandischen Herrschaft Hanau.
1648 wird Joachim Philipp Forstmeister von Gelnhausen Domherr in Bamberg und Würzburg.
1648 am 14. Oktober erlässt der Mainzer Kurfürst (EB) Johann Philipp von Schönborn von Aschaffenburg aus, ein Schreiben an die Beamten des Erzstiftes, dass Allen, die ankommen, um wüste Höfe zu übernehmen, eine Befreiung von allen Lasten für zwei Jahre zu gewähren sei.
Das ausgeblutete Land mit vielen verwaisten Hofstellen bot Zuwanderern die Möglichkeit der Ansiedlung. Als Wüstungen blieben der ehemalige Hof im Forst, der Hof in den Kertelbachwiese und Prischoß, mit Ausnahme des Meerhofes. Letztes Zeugniss vom Hof im Forst ist ein Keller, der von einer privaten Reitanlage überbaut wurde. In der Kertelbachwiese standen noch Mauerreste bis zur Flurbereinigung um 1960.
1648 am 10. Oktober schaden starke Fröste den Weinreben
1649 begann mit einem strengen Winter, der erst in der zweiten Februarhälfte nachließ.
Die Auswirkung von Hexenwahn, Krieg und Seuchen auf die Bevölkerung kann man ermessen an der Gegenüberstellung von Bewohnerzahlen aus dem Jahr 1592 (die Zahlen wurden ermittelt, als Mainz und Hanau ihren Besitz neu ordnen wollten) und 1701 nach der Zuwanderung von Neubürgern, anlässlich der Huldigung auf dem Alzenauer Kirchberg.
1650 war die Mehrzahl der Ortschaften nur noch zu einem Drittel bevölkert. Kleinere Siedlungen waren ganz erloschen.
1650 war Philipp Benedikt Forstmeister von Gelnhausen Deutsch- und Hochmeister und Landeskomtur in Franken

Einwohner im Jahr:

1592

1701

Einwohner

Herdstellen

Einw.(gesch.)

Herdstellen

Hexenopfer

Albstadt

126

21

96

18

9

Alzenau

192

32

280

46

34

Hörstein

1182(?)

197

720

119

35

Kälberau

?

?

65

15

10

Michelbach

462

77

240

40

17

Wasserlos

456

76

280

46

14

Bemerkenswert ist die Bevölkerungszunahme in Alzenau. Hier war offensichtlich die Bedrohung durch die Existenz der Burg nicht mehr vorhanden.
Kälberau war noch immer ein Verkehrsknotenpunkt, durch die fortbestehende Nutzung des alten Königsweges und der Querverbindung von Michelbach über Kälberau nach Wasserlos und Hörstein. Dies konnte sogar unter Umgehung von Alzenau geschehen.
In der Cent Somborn werden
1660 in sechs Ortschaften 17 Herdstellen gezählt.

Fortsetzung

Einleitung

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aktualisiert: Jan. 2007 (C) Werner B. Kempf